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Ausstellungen

2023

JACOBIHAUS

DAVID CZUPRYN

MARTEDÌ

Juni bis August 2023

Herzliche Einladung zur Eröffnung
am Dienstag, 6. Juni 2023, 18 Uhr.

Titelmotiv: David Czupryn, und pass auf dich auf, 2021, 180 x 130 cm, Öl auf Leinwand, Foto: Ivo Faber

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ROTUNDE IM HENTRICHHAUS

MONIKA OECHSLER

Sometimes Everything Is Forever

15. Mai bis 15. Juni 2023

Sometimes Everything is Forever ist eine Fortsetzung von Sometimes I Dream. Zentraler Schauplatz beider Filme ist der Hochbunker Pallasstraße in Berlin, der im Zweiten Weltkrieg mit sowjetischer Zwangsarbeit errichtet und 1987, nur zwei Jahre vor dem Fall der Berliner Mauer, in einen Zivilbunker umgebaut wurde. Daher spielt der Titel auf ein Buch von Alexei Yurchak an, Everything Was Forever, Until It Was No More: The Last Soviet Generation (2006). Inspiriert von Kafkas Roman Der Bau erforscht das Video Aspekte der Bunkermentalität, das Bedürfnis nach Schutz und die Angst vor Invasion und Isolation. Der Bunker wird als experimentelle Plattform und Versuchsmodell für eine anpassbare XR-Umgebung (Extended Reality) neu konzipiert: Die Reise durch die Räume des Bunkers gleicht den Bewegungen durch ein virtuelles Architekturmodell. Doch im weiteren Sinne verortet Sometimes Everything is Forever diese übrig gebliebene Immobilie aus dem Kalten Krieg in einer potenziellen Techno-Zukunft, analog zu einer Techno-Utopie, in der die physische Realität durch digitale Simulakren ersetzt und konstruiert wird.

Drehbuch von Monika Oechsler nach ‚Der Bau‘ von Franz Kafka
Stimmen: David Crawforth, Jo Mitchell
Kamera, Animation und Schnitt: Monika Oechsler
Sounddesign: Monokrome Trees
Im Auftrag von Beaconsfield, London
© 2021 Monika Oechsler

JACOBIHAUS

RUTH WEBER

ERNTE 23

23. Mai 2023 bis 4. Juni 2023

ERNTE 23
Kostbarkeiten aus der Sammlung zur Zahl 23

Herzliche Einladung zur Eröffnung
am Dienstag, 23 Mai 2023 ab 19 Uhr.

Zur Ausstellung vom 23. Mai bis 4. Juni 2023
erscheint eine Edition.

Öffnungszeiten: nach telefonischer Vereinbarung.

Titelmotiv: Fotografie 2023 © Ruth Weber

JACOBIHAUS

PETER ROYEN

Zum 100-jährigen Jubiläum

2. Mai bis 21. Mai 2023

Herzliche Einladung zur Eröffnung mit Buchpräsentation
am Dienstag, 2. Mai 2023, 18 – 21 Uhr.

Es sprechen:
Robert Rademacher – Erinnerung an Peter Royen
Michael Kortländer – Zum Werk von Peter Royen

Am Dienstag, 9. Mai 2023 um 19 Uhr stellt Werner Raeune in der Ausstellung sein Filmportrait von Peter Royen vor.

Buchcover/Titelbild: Peter Royen, Ohne Titel, 2009, 137 × 97 cm, Öl auf Leinwand; Nachlass.

ROTUNDE IM HENTRICHHAUS

ROBERT OLAWUYI

Flesh and Blossoms

14. Apr. 2023 bis 15. Mai 2023

Das Video „Flesh and Blossoms“ artikuliert den Begriff des Seins als Werden. Dieses Sein als Sein in immer fortwährender Veränderung drückt sich auf der zeitlichen Ebene aus, indem die Arbeit als Videoloop ohne Zeitfestlegung besteht. Das heißt, sie beschreibt einen Moment, der immer flüchtig, stets im Übergang ist. Im Bild sieht man zwischen blühenden, sich im Wind wiegenden Ästen fragmentarisch nackte Körper, ebenfalls in Bewegung. Das Bild enthüllt sich niemals. Der Betrachter verharrt in der Erwartung, bald etwas zu sehen; was er sieht, bleibt aber nur der Moment, in dem „etwas“ wird. Das ganze Bild ist in stetiger Bewegung, es wird jedoch niemals konkret. Genauso dynamisch ist die Art der Wahrnehmung des Bildes, die durch den nahtlosen Loop ins Unendliche gestreckt wird.

JACOBIHAUS

LU POSSEHL

PARTITUR MALEREI

18. April bis 30. April 2023

Herzliche Einladung zur Eröffnung
am Dienstag, 18. April 2023, 19 Uhr.

Live Act anlässlich der Ausstellung
am Dienstag, 25. April 2023, 19 – 21 Uhr
mit Sängerin MAJELA, Qban Soul.

Öffnungszeiten: nach telefonischer Vereinbarung.

Lu Possehl, Rote Musik, 2018, Foto: Lu Possehl
© Lu Possehl / VG Bild-Kunst, Bonn 2023

VITRINE IM HENTRICHHAUS

GEORG JANTHUR

‚Summer in the City‘
Das Odessa-Diorama

März 2023 bis Juni 2023

Herzliche Einladung zur Eröffnung
am Dienstag, 28. März 2023, 18–21 Uhr.

Öffnungszeiten: Mo–So, 12–21 Uhr

Georg Janthur, ‚Summer in the City‘. Das Odessa-Diorama, 2022 © Georg Janthur und VG Bild-Kunst, Bonn 2023

LIDO IM MALKASTEN (BAR)
ROTUNDE IM HENTRICHHAUS

PIA FRIES

durch sieben siebe

14. März 2023 bis Aug. 2023

Herzliche Einladung zur Eröffnung
am Dienstag, 14.03.2023 von 18 bis 21 Uhr

Öffnungszeiten: Mo-Sa 12-00 Uhr, So 12-21 Uhr

Titelmotiv: Pia Fries, durch sieben siebe mk (Detail), Acryl und Siebdruck auf Papier, 2022, Foto © Hans Brändli / VG Bild-Kunst, Bonn 2023. Ausstellungsansichten: Achim Kukulies, Düsseldorf

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ROTUNDE IM HENTRICHHAUS

Gudrun Teich

IN VOLLEN ZÜGEN

14. März 2023 bis 14. Apr. 2023

2022, HD Video, stereo, 5:47

IN VOLLEN ZÜGEN ist eine 3-Kanal-Videoinstallation (gezeigt im Museum Ratingen), zu der Gudrun Teich auch ein 1-Kanal-Video erstellte (gezeigt auf der Website der Stiftung imai). Teich nahm bewegte Bilder von einer Dachterrasse in der Nähe des Düsseldorfer Hauptbahnhofs auf. Die Kamera richtete sie dabei auf parallel laufende Bahngleise zur Abendzeit. Bezeichnend für ihre Arbeit sind die investigative Beobachtung und die präzise Anwendung filmischer Techniken. Hier verbinden sich in der Dunkelheit fahrende Züge zu einer Darstellung von Licht, Zeit und Geschwindigkeit. Die radikale Kürzung und Überzeichnung, die künstlerische Ausarbeitung, folgten anschließend durch die Montage und die digitale Postproduktion. Das gesellschaftliche Thema Mobilität und Verkehr wird in dem Video aufgegriffen. IN VOLLEN ZÜGEN vermittelt sowohl das Gefühl der Schnelllebigkeit als auch des z.B. in der Pandemie erlebten Stillstands einer Gesellschaft.

Gudrun Teich, In vollen Zügen, 2022, HD Video, stereo, 5:47, © VG Bild-Kunst, Bonn 2023

JACOBIHAUS

Andreas Schmitten

Zeichnungen

Feb. 2023 bis Apr. 2023

Herzliche Einladung zur Eröffnung
am Dienstag, 31. Januar 2023, 18–21 Uhr

Andreas Schmitten setzt sich mit der Inszenierung des Menschen im Verhältnis zu einer Welt auseinander, in der die Optimierung des Einzelnen wie der Gesellschaft zu ungewöhnlichen Zukunftsvisionen führt. Insbesondere für seine vielfältigen Skulpturen und multidisziplinären Installationen bekannt, findet der Künstler in der Zeichnung ein zusätzliches Mittel, um sich mit tiefgreifenden Fragen über den Menschen und seine Geschichte zu beschäftigen. Anhand von rund 30 Werken, unter anderem aus den Serien „Chimera Electrified“ und „Nothing New“, gibt die Ausstellung „Andreas Schmitten – Zeichnungen“ ab Februar 2023 Einblick in Schmittens Auseinandersetzung mit der Welt und ihren gesellschaftlichen Normen.

Titelmotiv: Andreas Schmitten, Ohne Titel, 2016, Pigmentstift, Pigmentdruck, Acryllack, Buntstift auf Papier, Foto: Andreas Fechner. Ausstellungsansichten: Achim Kukulies, Düsseldorf

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ROTUNDE IM HENTRICHHAUS

Jost Wischnewski

WARTEZEIT

15. Feb. 2023 bis 15. März 2023

2019, HD-Video, 10:45, stereo

In der Videoarbeit WARTEZEIT wurden einzelne Sequenzen durch die Scheiben eines schwimmenden Vaporetto-Pontons in Venedig aufgenommen. WARTEZEIT zeigt, dass die Fensterfronten dabei nicht nur als Filter der Wirklichkeit fungieren, sondern auch als selbständiges Bildelement. Denn wenn sie nicht transparent sind, können sie den Bildraum mit dem Stadtraum verbinden, indem sie die urbane Silhouette reflektieren. Im Video befindet sich das vorbeifahrende Schiff auf einer – real nicht vorhandenen – Bildebene mit den potenziell gefährdeten historischen Palastfassaden am Zattere-Ufer. Diese sind dem Risiko einer Havarie ebenso ausgesetzt wie der berühmte Dogenpalast, an dem das Schiff wenige Minuten später passieren wird. So eröffnet sich eine dystopische Perspektive, die durch die ständige und verunsichernde Wellenbewegung der Schwimmbrücke zusätzlich akzentuiert wird. Der/die Betrachter/in wird so unvermeidlich in das Bildgeschehen hineingenommen und angeregt, das Erlebte zu hinterfragen.

Aus: Petra Schaefer, Der antizipierte Stillstand, in: Jost Wischnewski Brücke – Brücke Venedig, Hg. Marita Liebermann, Wienand Verlag, Köln 2021, S. 15.

Abb.: Jost Wischnewski, Wartezeit, 2019, film still © Jost Wischnewski und VG Bild-Kunst Bonn, 2023.

JACOBIHAUS

DAS KLEINE FORMAT – WETTER

Finissage

Dienstag, 17. Jan. 2023, 18 Uhr

Zur Finissage der Jahresausstellung der Mitglieder des Künstlerverein Malkasten laden wir Sie und Ihre Freunde am Dienstag, 17. Januar 2023 um 18 Uhr herzlich in das Jacobihaus ein.

Ausstellungsansichten: Das Kleine Format, 06.12.2022–17.01.2023, Fotos: Achim Kukulies, Düsseldorf

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Isabella Fürnkäs, Metamorphoses of Control, The Raft of the Medusa, 2018

ROTUNDE IM HENTRICHHAUS

Isabella Fürnkäs

Metamorphoses of Control

Jan. 2023 bis Feb. 2023

Mit dem interdisziplinären Ausstellungs- und Performanceprojekt „Metamorphoses of Control“ von Isabella Fürnkäs zeigt das Osthaus Museum in Hagen 2018 eine Betrachtung existenzieller Zustände im digitalen Zeitalter mit epochenübergreifenden Bezügen.

Isabella Fürnkäs (*1988 in Tokyo) konzipiert eigens eine Rauminstallation mit Videos, Zeichnungen und als zentrales Element eine Performance in Anlehnung an das Gemälde „Floß der Medusa“ von Théodore Géricault (1818/1819), die in den Dialog mit der Sammlung des Osthaus Museums und den teilweise von Henry van de Velde gestalteten Räumen tritt. Verglichen zum bildgewaltigen und emotionsgeladenen Drama Géricaults wirkt die hier gezeichnete Szenerie wie eine Vision einer transhumanen Realität. Das Bild eines technoiden Floßes voller isolierter und unkenntlicher Individuen wird erzeugt, deren Überlebenskampf in der Immaterialität des Geistes stattfindet. Die Grenzen zwischen PerformerInnen, Insellandschaft und ZuschauerInnen verschwimmen. Wie VoyeurInnen werden die ZuschauerInnen ZeugInnen der zur Schau gestellten Individuen. Die Frage von Schmerz und Leid in einer technisierten Zukunftsvision stellt sich auch im Vergleich zu Géricaults Gemälde. Die Inszenierung gleicht einem tableau vivant und verhandelt Fragen nach Transzendenz, Rollenspiel und Immaterialität.

Text von Ihsan Alisan

Abb.: Isabella Fürnkäs, The Raft of the Medusa, 2018
Durational-Performance mit 4 Performenden (Cristiana Cott Negoescu, Marlene Kollender, Steven Sander and Idan Micha Weiss), ca. 180min, am 6. July 2018, 18-21h, Metamorphoses of Control, Osthaus Museum Hagen, Video: Bart van der Zwaan, 2. Kamera: Marie Laloyer