Jacobihaus
FLORIAN FAUSCH
Zwischenzeichen
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Herzliche Einladung zur Eröffnung der Ausstellung am Dienstag, 24. März 2026, um 19 Uhr.
Thomas Kalau, stellvertretender Generalkonsul der Schweiz, wird ein Grußwort zur Eröffnung sprechen.
Wie stellt man das pulsierende Leben einer Stadt dar? Wie fängt man deren Atmosphäre ein? Der Schweizer Maler Florian Fausch hat dafür seine ganz eigene Bildsprache gefunden. Seine Bilder irritieren unsere Begriffe von Raum, Architektur und Körper und führen die Koordinaten unserer Wahrnehmung in die Irre.
Florian Fauschs Bilder lassen sich räumlich in einer klassischen Perspektive lesen. Aber sie sind vieldeutig, weil auf ihnen mehrere Ebenen der Wahrnehmung sich überlagern und Räume und Körper ineinander übergehen. Man erkennt architektonische Elemente, klar konturierte geometrische Formen und meint Dächer, Fassaden oder Fenster zu sehen. Aber undefinierte Farbflächen und gestischen Setzungen, die sich eben nicht so einfach erklären lassen, öffnen die Komposition über das Gegenständlich benennbare hinaus. Gegenständliches und Abstraktes treten bei Florian Fausch in einen ausbalancierten Dialog.
Wesentlich für Florian Fausch ist die Farbe. Seine Bilder, sagt er, sollen strahlen. Er verehrt die venezianische Malerei des 16. und 17. Jahrhunderts, und seine Maltechnik lässt sich durchaus als altmeisterlich bezeichnet, denn er arbeitet mit dünn aufgetragenen Lasuren, die zarte Abstufungen zwischen den Farben ebenso ermöglichen wie dramatische Lichteffekte. Als unmittelbar zeitgenössisch erscheint insbesondere der metallische Glanz seiner Kompositionen, ihr strahlendes Kolorit und ein Leuchten, das sie sozusagen von innen erfüllt.
Florian Fauschs Gemälde sind, wenn man so will, die perfekte Antwort auf das Sehen in unserer digitalen Gegenwart, in der jedes Bild im nächsten Moment von einem anderen überlagert werden kann. Wenn er die unterschiedlichen visuellen Erfahrungen zu einem einzigen Bild zusammenfügt, formt er aus dieser Beliebigkeit und dem schnellen Bilderfluss eine neue einzigartige Einheit. Er hält die vielen Momente fest, regt zu neuen Seherlebnissen an und erreicht, dass man sich – trotz der Simultanität des Disparaten – auf das jeweilige Werk konzentrieren und sich darin verlieren kann.
Florian Fausch wurde 1981 in Zürich geboren, von 1999-2000 besuchte er die Schule für Gestaltung in Zürich, bevor er von 2001-2008 an der Kunstakademie Düsseldorf studierte und dort als Meisterschüler von Prof. Siegfried Anzinger abschloss. Er lebt und arbeitet in Düsseldorf.
Öffnungszeiten: Dienstags von 17-21 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung unter 0211-356471
Abb. Florian Fausch, Embedded, 2025, Acryl auf Leinwand, 180 x 150 cm; VG Bild-Kunst, Bonn 2026 für Florian Fausch
