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Rotunde im Hentrichhaus

Monika Oechseler

Sometimes Everything Is Forever

Sometimes Everything is Forever ist eine Fortsetzung von Sometimes I Dream. Zentraler Schauplatz beider Filme ist der Hochbunker Pallasstraße in Berlin, der im Zweiten Weltkrieg mit sowjetischer Zwangsarbeit errichtet und 1987, nur zwei Jahre vor dem Fall der Berliner Mauer, in einen Zivilbunker umgebaut wurde. Daher spielt der Titel auf ein Buch von Alexei Yurchak an, Everything Was Forever, Until It Was No More: The Last Soviet Generation (2006). Inspiriert von Kafkas Roman Der Bau erforscht das Video Aspekte der Bunkermentalität, das Bedürfnis nach Schutz und die Angst vor Invasion und Isolation. Der Bunker wird als experimentelle Plattform und Versuchsmodell für eine anpassbare XR-Umgebung (Extended Reality) neu konzipiert: Die Reise durch die Räume des Bunkers gleicht den Bewegungen durch ein virtuelles Architekturmodell. Doch im weiteren Sinne verortet Sometimes Everything is Forever diese übrig gebliebene Immobilie aus dem Kalten Krieg in einer potenziellen Techno-Zukunft, analog zu einer Techno-Utopie, in der die physische Realität durch digitale Simulakren ersetzt und konstruiert wird.

Drehbuch von Monika Oechsler nach ‚Der Bau‘ von Franz Kafka
Stimmen: David Crawforth, Jo Mitchell
Kamera, Animation und Schnitt: Monika Oechsler
Sounddesign: Monokrome Trees
Im Auftrag von Beaconsfield, London
© 2021 Monika Oechsler

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